Studie: Generationen-Barometer 2009

Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Studie: Generationen-Barometer 2009

Logo Generationen-BarometerDas Generationen-Barometer des "Forum Familie stark machen" zeigt: Der Zusammenhalt zwischen den Generationen ist gut in Deutschland. Väter kümmern sich stärker um ihre Kinder als früher. Sie hätten aber gerne noch größere Freiräume für die Familie. 46 Prozent von ihnen wünschen sich mehr Zeit mit den Kindern.

Im Vergleich mit der Generation ihrer Eltern und Großeltern verbringen heutige Väter und Mütter mehr Zeit mit ihren Kindern. Das sagt eine Allensbach-Umfrage im Auftrag des "Forum Familie stark machen" aus. 10 Prozent der heute 60-jährigen geben an, ihr Vater habe in ihrer Kindheit "ausreichend" Zeit für sie gehabt, bei den heute 16- bis 29-jährigen meinen das immerhin 34 Prozent. Dagegen haben zwei Drittel der jungen Erwachsenen andere Erinnerungen. Jeweils 31 Prozent von ihnen beantworten die Frage nach der Zeit mit dem Vater mit  "nicht ausreichend" bzw. mit "teils-teils".

Insgesamt nahmen im Februar und März 2009 2.222 Personen ab 16 Jahren an der Befragung für das zweite "Generationen-Barometer" teil. Die Studie beleuchtet die sich wandelnden Kindheitserfahrungen der verschiedenen Generationen, die Veränderung der Erziehungsstile und -methoden, fragte nach Erziehungsproblemen, dem Umgang mit Medien sowie nach der Bildung und Förderung der Kinder. Das Institut für Demoskopie Allensbach fasste zentrale Ergebnisse wie folgt zusammen: "Kinder bilden heute weitaus mehr als früher den Mittelpunkt der Familie. Sie erfahren weitaus mehr Zuwendung und Förderung als früher, werden stärker als eigenständige Persönlichkeiten respektiert und haben deutlich größere Freiheitsspielräume als die Generation ihrer Eltern und Großeltern. Die Erziehung ist heute weitaus mehr darauf ausgerichtet, Fähigkeiten zu entfalten, Durchsetzungsfähigkeit und Willensstärke zu fördern, und bewertet auch Emotionen positiver. Erziehungsziele, die tendenziell schwächer werden, sind in erster Linie Anpassungsbereitschaft, Bescheidenheit und religiöse Orientierung."

Insgesamt zeichnet die Umfrage ein überwiegend positives Bild von Familie in Deutschland. 82 Prozent der Befragten bezeichneten den Zusammenhalt in ihrer Familie als "hoch" oder "sehr hoch". Dass die Mehrzahl der Eltern mit ihren Erziehungsaufgaben überfordert sei, wie Medienberichte dies oft nahelegen, bestätigt die Umfrage nicht. Im Gegenteil: Mit acht Prozent fällt der Anteil der Eltern, die angeben, sich bei der Erziehung "häufig unsicher" zu fühlen, gering aus. 47 Prozent der Väter und Mütter finden aber, es sei aufgrund des gesellschaftlichen Umfeldes in den letzten Jahren schwieriger geworden, Kinder zu erziehen.

Die Umfrageergebnisse mit vielen Diagrammen zu den einzelnen Fragestellungen stehen als Download auf der Homepage des "Forum Familie stark machen" zur Verfügung.

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